Was ist Facesitting?
Facesitting ist für viele Frauen eine sehr direkte und intensive Art, Oralsex zu erleben. Der Name sagt eigentlich schon alles: Die Frau setzt sich auf das Gesicht ihres Partners und lässt sich oral verwöhnen – nah, unmittelbar und oft deutlich intensiver als klassische Cunnilingus-Positionen.
Je nach Stimmung kann das Ganze verspielt oder auch klar dominanter sein. Genau diese Flexibilität macht den Reiz aus: mal sanftes Ausprobieren, mal mehr Intensität – je nachdem, worauf beide Lust haben.
Im BDSM ist Facesitting oft ein klares Zeichen von Kontrolle: oben bestimmt Tempo und Intensität, unten geht es eher um Hingabe und Genießen. Diese Mischung aus Dominanz und Submission wirkt für viele besonders reizvoll.
Aber auch in normalen Beziehungen ist das längst angekommen. Viele Frauen mögen einfach die direkte Stimulation und das Gefühl von Kontrolle – ganz ohne Fetisch-Label. Erst wenn es zur einzigen Voraussetzung für Lust wird, spricht man eher von einer fetischartigen Fixierung.
Wie funktioniert Facesitting?
Bevor ihr loslegt, solltet ihr kurz offen miteinander sprechen. Beide müssen wirklich einverstanden sein und sich dabei wohlfühlen – alles andere macht in der Praxis keinen Sinn.
Beim Facesitting gilt außerdem: nicht einfach „volles Gewicht drauf“. Es geht eher ums kontrollierte Darüberlegen mit Gefühl. Die Person oben kann sich dabei gut mit Händen oder Armen abstützen, um das Gewicht zu verteilen und entspannt zu bleiben.
Und ganz wichtig: Die Person unten muss jederzeit frei atmen können. Das sollte man währenddessen einfach im Auge behalten. Ein vorher vereinbartes Signal ist dabei sehr sinnvoll – falls es zu viel wird oder eine Pause gebraucht wird.
Die 5 beliebtesten Facesitting-Varianten
Sanftes Facesitting
Bei der sanften Variante liegt das Gewicht eher im Brustbereich, sodass der Partner bequem oral stimulieren kann, ohne dass es zu viel Druck direkt im Gesicht gibt. Die Frau stützt sich dabei gut ab und kann die Intensität mit kleinen Bewegungen selbst mitsteuern.

Hartes Facesitting
Hier sitzt die Frau mit vollem Körpergewicht auf dem Gesicht des Partners – direkt und intensiv. Diese Form wird oft auch „Fullweight Facesitting“ genannt. Der Reiz liegt vor allem im stärkeren Druck, der die Stimulation deutlich intensiver machen kann.

Bound Facesitting
Eine Bondage-Variante: Die Hände des Partners werden ans Bett gefesselt, wodurch die dominante Person noch mehr Kontrolle bekommt und die Intensität gezielt steuern kann.
Wichtig: Vorher unbedingt ein Safeword festlegen – gerade in dieser Position ist Kommunikation eingeschränkt. Ein einfaches Signal (z. B. einen Gegenstand fallen lassen) kann zusätzlich helfen, falls es zu viel wird.
Reverse Facesitting
Hier sitzt die Frau andersherum – also mit Blick in Richtung Füße statt zum Gesicht des Partners, ähnlich wie beim Reverse Cowgirl. Wer es intensiver mag, kann das Ganze auch mit einer 69-Position kombinieren.

Jeanssitting
Facesitting muss nicht immer nackt sein – genau darum geht es hier. Die dominante Person bleibt komplett bekleidet, z. B. in Jeans oder Leggings, während die Stimulation durch den Stoff erfolgt. Besonders beliebt bei Menschen mit einem Fetisch für Denim.
Praktische Tipps fürs Facesitting
Tipp 1: Intensität bewusst steuern
Vertrauen ist hier das A und O – nur so können beide sich wirklich fallen lassen. Die Frau hat dabei oft mehr Kontrolle als in vielen anderen Positionen und kann Tempo und Intensität selbst mitbestimmen.
Ob sanft oder eher intensiv: Nach Absprache ist alles möglich – und genau das kann den Höhepunkt oft sogar leichter erreichbar machen als beim klassischen Oralsex.
Tipp 2: Mund und Hände kombinieren
Facesitting lebt nicht nur von Lippen und Zunge – auch die Hände können mitspielen. Viele empfinden es als besonders erregend, wenn der Partner dabei den Po greift oder zusätzlich mit den Fingern stimuliert wird. Alles natürlich nur, wenn beide damit entspannt sind.
Tipp 3: Die 69 neu gedacht
Die Frau kann sich direkt auf das Gesicht des Partners setzen und je nach Lust eher aufrecht bleiben oder sich leicht nach vorne beugen – solange die Atmung gewährleistet ist.
Auch spannend: die Kombination mit der 69-Position in angepasster Form. Das sorgt für gleichzeitige, sehr intensive Stimulation auf beiden Seiten.
Tipp 4: Immer auf die Atmung achten
Im Gegensatz zu BDSM-Szenarien geht es hier nicht ums „Spiel mit der Luft“, sondern ums Wohlfühlen. Die Nase sollte frei bleiben und kein zu hoher Druck entstehen. Auch eine eher hockende Position über dem Brustbereich kann eine gute Alternative sein.
Tipp 5: Safer Sex nicht vergessen
Beim Facesitting lässt sich kein Lecktuch sinnvoll einsetzen. Deshalb gilt: vorher über Gesundheit sprechen und idealerweise auf einen aktuellen STI-Test setzen. So bleibt das Ganze entspannt und ohne unnötige Sorgen.
Tipp 6: Abwechslung ist erlaubt
Facesitting kann auch für andere Formen oraler Stimulation genutzt werden – je nach Position lassen sich die Reize gezielt verlagern und variieren. Wichtig ist dabei immer: nur das machen, womit sich beide wirklich wohlfühlen.
Facesitting: Geht das nur mit der Frau oben?
Facesitting vom Mann auf der Frau? Klingt erstmal ungewohnt, weil man meist das klassische Queening kennt – also die Variante, bei der die Frau oben sitzt.
Im BDSM-Bereich gibt es aber auch diese umgekehrte Dynamik: Der Mann nimmt auf dem Gesicht der Frau Platz, oft kombiniert mit intensiver oraler Stimulation, teilweise auch in Verbindung mit einem Blowjob.

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Dabei übernimmt der Mann klar die führende Rolle und bestimmt Position und Rhythmus. Die Frau liegt entspannt auf dem Rücken und gibt sich bewusst der Situation hin – mit Fokus auf Hingabe statt Kontrolle.
Je nach Lust kann die passive Partnerin sich zusätzlich selbst stimulieren, z. B. mit Vibrator oder Dildo, oder der aktive Partner unterstützt dabei. So entsteht eine etwas andere, aber sehr intensive und abwechslungsreiche Spielart im Schlafzimmer.
Warum lieben so viele Facesitting?
Neben dem offensichtlichen „es ist einfach heiß“ verbindet Facesitting körperliche Lust mit Nähe und einem spannenden Machtspiel – genau diese Mischung macht es für viele so reizvoll:
Machtspiel & Dynamik
Einer übernimmt die Führung, der andere lässt es bewusst zu. Dieses Wechselspiel aus Kontrolle und Hingabe sorgt für eine sehr direkte erotische Spannung.
Intensive orale Stimulation
Für die Person oben entsteht durch den engen Kontakt eine besonders unmittelbare und intensive Stimulation.
Selbstbewusstsein & Kontrolle
Oben zu sein fühlt sich für viele stark, sexy und selbstbestimmt an – man hat klar die Kontrolle.
Volles Sinneserlebnis
Für die Person unten ist es eine intensive Mischung aus Nähe, Körperwärme, Druck und vielen Eindrücken auf einmal.
Nähe & Vertrauen
So viel körperliche Nähe erfordert Vertrauen. Richtig umgesetzt kann das für beide Seiten sehr verbindend wirken.
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Facesitting – Gefahren & Risiken
Mögliche Risiken
- Sexuell übertragbare Infektionen (z. B. Herpes, HPV, Gonorrhoe)
- Eingeschränkte Atmung
- Körperliche Überlastung
- Psychische Belastung bei fehlender Kommunikation
So vermeidet man Risiken
- Offene Kommunikation
- Safeword vereinbaren
- Schutzmaßnahmen nutzen
- Auf Atmung achten
- Nur mit gegenseitigem Einverständnis
Facesitting: Mehr Spaß im Schlafzimmer erleben
Facesitting kann im Schlafzimmer für neue Dynamik sorgen und mehr Abwechslung ins Liebesleben bringen. Es ist keine Pflicht, aber eine spannende Option zum Ausprobieren.
Für viele Paare entsteht dadurch eine Mischung aus Intensität, Nähe und spielerischem Machtwechsel – manchmal reicht genau das, um alles neu und aufregender wirken zu lassen.
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